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touchart.de

"Ihre Internetpräsentation muß sich aus der Masse der vorhanden Angebote abheben" sagt der Kieler Webdesigner TouchArt zum Thema Webdesign, und setzt dieses Ziel auch auf der eigenen Website überzeugend und konsequent um. Das Design ist so auffallend, dass die Website wohl jedem Besucher im Gedächtnis bleibt, und das will was heissen!

Der beabsichtigte Zweck eines Internetauftritts ist maßgeblich für die Art des verwendeten Seitendesigns. Was für eine Werbeagentur, eine Webdesigner-Homepage oder jede Art von künstlerisch-kreativem Unternehmen sinnvoll ist, wäre für jede andere Branche Gift. Als Webauftritt einer Schraubengroßhandlung wäre diese Aufmachung daher völlig ungeeignet.

Sehr gut gelöst ist die Einheitlichkeit: Alle Unterseiten von TouchArt sind im gleichen Stil aufgebaut. Das funktioniert nur deshalb, weil die Navigation mit den Buttons trotz ihrer Ungewöhnlichkeit völlig intuitiv bedienbar ist.

Eine Website muss nicht nur auffallen, sie soll auch zum Browsen einladen. Auf den meisten Internetangeboten wird das durch Werbesprüche versucht, hier sient man sehr schön, wie das auch auf der emotionalen Ebene funktioniert: Nicht nur dass die anfangs gezeigte Hand zum Klicken animiert, auch das runde Guckloch ist darauf angelegt Neugier zu erzeugen, gerade weil es Teile verbirgt. Aus den gleichen Prinzip des teilweisen Verbergens beziehen Filme und Kriminalromane ihre Spannung, warum also dieses Prinzip nicht auch auf Webseiten anwenden?

Das Informationsangebot passt zum minimalistischen Design. Es wird genau das angeboten, was einen potentiellen Neukunden interessiert, mit einem vorbildlichen Kontaktformular, das dem Kunden alternativ auch die Wahl seines eigenen Mailprogramms erlaubt.

Bevor das hier aber völlig zur Lobhudelei abtgleitet, sind doch noch ein paar Kritikpunkte angebracht. Die Webseiten bauen sich etwas langsam auf. Programmiert sind sie unter Verwendung klassischen HTML-Frames, möglicherweise ist das aber sogar ausnahmsweise zur Erziehlung des gewünschten Effekts notwendig. Die Google-Indizierung hat das jedenfalls nicht beeinflußt. Dass die Seiten nicht W3C-konform sind, ist für eine Webdesign-Firma eher peinlich.

8/2005 ka